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Siegener Fotokunst im Museum in Amerika

Bild: Widersehen alter Lochkameraenthusiasten nach 20 jahren in Santa fe: Nacy Spencer, Thomas Kellner und Eric Renner

Siegen / Santa Fe USA

Am Sonntag eröffnete die Ausstellung Poetics of Light im New Mexico Museum of History in Santa Fe. Mit in der Ausstellung vertreten sind Arbeiten der Siegener Künstler, Georgia Krawiez, Jochen Dietrich, Jürgen Königs und Thomas Kellner.

Diese erste Präsentation ist das Ergebnis der Schenkung von Nancy Spencer und Eric renner an das Museum im Jahre 2012. Die umfangreiche Ausstellung m,it Katalog gibt einen hervorragenden Überblick über die künstlerischen Möglichkeiten der Lochkamerafotografie.

Das Pinhole Resource stiftete dem Museum sein komplettes Archiv von Lochkamera Fotografien. Im Juni 2012 entschieden sich Eric Renner, Inhaber von Pinhole Resource und Herausgeber des Pinhole Journals, und Co-Direktorin Nancy Spencer für die Schenkung. Das Foto-Archiv am Palace of the Governors beinhaltet über 800.000 Fotoabzüge, Glasplatten Negative und Foto-Postkarten. Eine umfangreiche Fachbibliothek als auch gesammelte Kamerabauten von Künstlern gehören ebenso zum Archivinventar. Mit 239 Fotoarbeiten von Thomas Kellner verfügt das Museum nun über die größte Kellner-Sammlung weltweit. Thomas Kellner befasste sich zum ersten Mal mit der Lochkamera-Technik während seines Kunst-Studiums an der Universität Siegen. Für seine Abschlussarbeit fotografierte er entlang der gesamt-deutschen Grenze mit einer selbstgebauten Lochkamera und erhielt dafür den Kodak-Nachwuchs-Förderpreis. Bereits im Jahre 1991 initiierte Kellner mit Kommilitonen das Projekt „Zwischenzeit - camera obscura im Dialog“. Zu dieser Zeit lernte er Eric Renner kennen. Über Jahre hinweg entwickelte sich ein reger fachlicher Austausch.

 

Kellner widmete sich über fast zehn Jahre verschiedenen Themen (Quicksnaps, Dying Nature, Diario Veneziano, 11-Loch-Arbeiten, 19-Loch-Panoramen, Deutschland – Blick nach Draußen, Sixtoramen), die er mit seinen immer wieder neuen selbstgebauten Kameras künstlerisch bearbeitete. Von jeder neuen Serie veröffentlichte Renner ausgewählte Fotos im Pinhole Journal und in Büchern. Kellners Experimente, speziell mit den Mehrlochkameras und mit der Architektur Venedigs in der Werkgruppe „Diario Veneziano“, waren die Grundlagen für seine bekannten Architekturtableaus.

 

„Idee, Technik und visuelle Umsetzung bilden eine homogene Einheit. Kellner präsentiert uns eine durch „andere Augen“ beobachtete Welt. Eine Welt voller Geheimnisse und ungewohnter Blicke, deren prägnante Ästhetik zum genauen Hinsehen animiert." - D. Brudna, 1995 Photonews