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2015

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Iskusstvo No3 (590) 2014

This is very strange cover. The issue magazine was devoted to relationship between artists and government in Russia. The fake document is on the cover where a fake expert suggest to arrest artist as an extremist.

"Among all the interesting exhibitions is the project “Genius Loci” by Thomas Kellner. This project was based on the desire of the Museum of Photography in Yekaterinburg to tell the story of the founder of the city, the German gentleman Wilhelm de Hennin (1676-1750). De Henning was born in Siegen, a small German town with a well-developed metallurgical industry. Kellner, also a citizen of Siegen and a photographer, is interested in both the industrial roots and the photographic fame of the two cities. The thing is that Siegen itself and its surrounding is a unique place: a long time ago free workers founded a union comparable to a cooperative nowadays in Siegen. This cooperative allowed them to invest their money in their own prosperity. In this way they felt a great relief from the constant pressure. This history of the town is emphasized in the recent exhibition by the Getti Museum, which is devoted to August Sander, an artist who lived in Siegen. August Sander was the creator of the grandiose project "People of the 20th century". Bernd Becher, a well-known chronicler and photo-archeologist of the industrial époque, was born is Siegen as well. If we now mention that Peter Paul Rubens was born there too, the combination of artistic, social and industrial compounds becomes obvious. Therefore it was easy for Kellner who worked in Yekaterinburg to see the analogies. Kellner takes pictures of the cities in Ural and of industrial districts in Germany in a unique way: each picture is a continuous print made of index-prints from a single film. The image appears from fragments. Many people work like that nowadays, creating a visual comment on the topics of “pixelsation” and modern technology. But Kellner is the only one who provides such a big amount of historical allusions and a great variety of topics. It starts from the meditation of freethinking of the provinces to parallels and disparities between Russia and Germany."

German

Zwischen all den interessanten Ausstellungen ist auch das Projekt „Genius Loci“ von Thomas Kellner. Es basiert auf dem Wunsch des Museums für Fotografie „Metenkow Haus“ in Jekaterinburg, von dem Gründer der Stadt dem deutschen Wilhelm Henning (1676-1750) zu erzählen. Henning wurde in Siegen geboren, einer kleinen Stadt in Deutschland mit einer sehr gut entwickelten Metallindustrie. Für Kellner- ebenfalls ein Siegener und dazu noch Fotograf- sind sowohl die industriellen Wurzeln der beiden Orte, als auch der fotografische Ruhm wichtig. Es ist nämlich so, dass Siegen und seine Umgebung ein einzigartiger Ort sind: vor vielen Jahren haben hier freie Arbeiter eine Art Genossenschaft gegründet. Diese Genossenschaft ermöglichte es ihnen ihr Geld in den eigenen Wohlstrand zu investieren und sich somit von dem Gefühl der Unterdrückung zu befreien. Dieser Gesichtspunkt  der Stadt wird auch in der neuen Ausstellung des Getti Museums unterstrichen, die dem ebenfalls aus Siegen stammendem Künstler August Sander gewidmet ist. Sander war der Gründer des grandiosen Projekts „Menschen des 20 Jahrhunderts“. Bernd Becher, ein berühmter Chronist und Fotoarchäologe der industriellen Epoche wurde ebenfalls in Siegen geboren. Wenn man jetzt noch erwähnt, dass Peter Paul Rubens ebenfalls in Siegen geboren wurde, so wird die einzigartige Verbindung zwischen künstlerischen, sozialen und wirtschaftlichen Faktoren besonders sichtbar. Deswegen war es für den Siegener Thomas Kellner, der gerade in Jekaterinburg arbeitet, ein Leichtes die Analogien sofort zu erkennen. Er fotografiert Städte im Ural und deutsche Industriegebiete auf eine besondere Art: jede Aufnahme ist eine Aneinanderreihung von einzelnen Bildfenstern eines Zelluloidfilms. Das Bild besteht aus vielen Fragmenten. Auf diese Art und Weise arbeiten heute viele Künstler. Sie kreieren so visuelle Kommentare zu dem Thema „pixelsation“ und moderne Technologie. Doch nur bei Kellner kann man eine solche große Anzahl an historischen Anspielungen und unterschiedlichen Themen vorfinden. Sie reichen von Überlegungen über die Freiheitsliebe von Provinzen bis Parallelen und Inkongruenzen in der Entwicklung von Russland und Deutschland.  

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