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August Sander (1876 – 1964)

Siegen. Am 20 April 1964 verstarb der, aus Herdorf stammende, Fotograf August Sander. Sander zählt zu den bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts, der mit seinem Bildatlas „Menschen des 20. Jahrhunderts“ ein epochemachendes Fotoprojekt geschaffen hat.
August Sander, der in Herdorf (Landkreis Altenkirchen) geboren wurde, war ein deutscher Fotograf,  der sich mit großer Intensität, nach einer Bergarbeitertätigkeit, in das Medium Fotografie einarbeitete. 1910 ließ sich Sander in Köln nieder. Mit großer Systematik widmete er sich der Porträtfotografie, in der er aus der Zeit der Weimarer Republik Archetypen der Bevölkerung festhielt. Er schuf eine einzigartige sozialpsychologische Dokumentation, in der er zeittypische Gesellschaftsschichten und Berufsgruppen in charakteristischen Posen ablichtete. Unter dem Titel „Antlitz der Zeit. Sechzig Aufnahmen deutscher Menschen des 20. Jahrhunderts“ erschien 1929 Sanders erste Buchpublikation der Fotoserie. Am 20. April 1964 verstarb Sander in Köln. Auf einer Gedenktafel, die sich am Wohnhaus und Atelier Sanders in Köln befindet wird Sander über sein Werk persönlich zitiert: „Man fragt mich oft, wie ich auf den Gedanken gekommen sei, dieses Werk zu schaffen. Sehen, Beobachten und Denken und die Frage ist beantwortet. Nichts schien mir geeigneter zu sein, als durch die Photographie in absoluter Naturtreue ein Bild unserer Zeit zu geben.“