Curatorial Projects

news

Reinhold Köhler (1919 – 1970)

Zum Todestag Reinhold Koehlers verstorben am 24.4.1970 in Siegen


Siegen. Am 24. April 1970 verstarb  Reinhold Koehler, Erfinder von Decollage und Contre-Collage, in Siegen. Reinhold Köhler wurde am 28. Dezember 1919 in Dortmund geboren. Er machte eine kaufmännische Lehre und war ab 1939 Soldat. In den Jahren 1941/1942 fertigte er erste Wasserfarbenbilder an.
1945 beginnt Köhler in Altenseelbach im Kreis Siegen als Autodidakt bildkünstlerisch und literarisch zu arbeiten. Er entwickelte die Technik der Decollagen, Contre-Collagen und der Sandbilder. Zu seinen berühmten Werken zählt auch eine Vielzahl von Dosendrucken. Sein erstes Atelier bezieht Köhler 1949 in Altenseelenbach, danach 1950/51 in Neunkirchen, 1952 in Eiserfeld und zieht dann 1953 nach Siegen, wo sich sein Atelier im Dicken Turm des Unteren Schlosses befindet.
1966 erhält Köhler ein Stipendium der Aldegrever Gesellschaft für einen Arbeitsaufenthalt in der Druckerei Kätelhön in Wamel am Möhnesee. 1968 beginnt er eine Lehrtätigkeit an der Gesamthochschule Siegen.
Am 24. April 1970 verstirbt der Künstler in Siegen.
Für Siegen hat Köhler eine starke Bedeutung, wie aus den Worten Wolfgang Suttners, einem Gründer des Kunstvereins Siegen deutlich wird: „Köhler ist und bleibt ein wichtiger Anreger der modernen Kunst und einer, der in Siegen über seine Arbeit für den Rubenspreis hinaus ein wichtiger kulturpolitischer Treibfaktor war.“